Projekt "Barmherzigkeit"

21 Dec 2016

Das Projekt „Barmherzigkeit“ wird im Religionskurs der 10. Klasse durchgeführt und von Frau Hoppe begleitet. Dort geht es darum, was Barmherzigkeit bedeutet. Deshalb ist der Religionskurs am 20.12.16 zu dem Franziskaner Kloster in Berlin-Pankow gefahren. Wir wurden dort von Bruder Andreas durch die Suppenküche, die Kleiderkammer und die Kapelle geführt. In die Suppenküche kommen täglich 300 bis 500 Leute, um einen Teller Suppe, eine geschmierte Stulle und einen Nachtisch zu bekommen. Das Essen, welches dort verarbeitet, wird von den Supermärkten meistens gespendet. Es sind immer die Lebensmittel, die sie nicht mehr weiter verkaufen lassen. Das bedeutet soviel, dass die Waren über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus sind, aber es bedeutet nicht, dass das Essen schlecht ist. Der Verkäufer garantiert mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum nur, dass das Produkt bis zu dem Tag noch zu essen ist. In der Suppenküche Berlin-Pankow gelten auch für die Essenszeit Regeln, z.B. niemand holt sich vor 12.45 Uhr Essen und es wird gebetet. Wer sich daneben benimmt muss leider gehen. Nach der Suppenküche wurden wir in die Kleiderkammer geführt. Es kommen täglich sehr viele Kleiderspenden ein, aber nicht alle kann man weiter geben. Kaputte Jeans, ein Hemd ohne Knopf oder auch ein Riss in der Sohle der Schuhe können nicht weiter gegeben werden. Man stellt sich selbst immer die Frage: „Würde ich das selber auch noch tragen?“. Wenn diese Frage mit nein beantwortet wird, werden die Sachen weggeschmissen. Bruder Andreas führte uns weiter in die kleine Kapelle des Klosters. Er erzählte uns, das jeden Sonntag um die 100 Leute an dem Sonntagsgottesdienst mitmachen. Es ist auch egal, ob man katholisch oder evangelisch ist. Bei den Franziskanern gilt: „Es ist egal ob man katholisch oder evangelisch ist, wir glauben alle an den selben Gott und Jesus.“ Der Besuch bei Bruder Andreas war sehr lehrreich und hat auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt.

 

Am 21.12.16 ist der Religionskurs in das Azurit gegangen. Das Azurit ist eine Senioreneinrichtung gegenüber der Carl-Dierke-Schule. Die Schüler und Schülerinnen haben eigenständig ein kleines Programm aufgestellt. Gedichte, Rätsel und Musik standen unter dem Thema Winter und Weihnachten. Die meisten Rätsel, die gestellt wurden, wurden auch meistens richtig beantwortet. Zum Beispiel: „Wann wurde der Adventskalender erfunden? A) ca. 1700 B) ca. 1800 C) ca. 1900“. Die richtige Antwort ist C). Er wurde 1904 in München erfunden. Es wurde auch viel gelacht. Die verdrehten Sprichwörter haben auch zum Nachdenken angeregt. Zum Beispiel: „Schnee um Schnee, Eis um Eis“. Natürlich gehört auch das Singen dazu. Bei einem Gedicht um das Schenken kleiner Gaben, das von Frau Hoppe vorgetragen wurde, haben wir kleine Engelchen an die Senioren verschenkt. Diese wurden mit viel Mühe von den Jungs und Mädchen des Religionskurses aus einem alten Gesangbuch, Gold- und Silberfäden und einen kleinen Köpfchen aus Styropor gebastelt. Für uns war es ein sehr schönes Gefühl, den Leuten etwas kleines zu geben und dafür auch ein dankbares Lächeln zurück zu bekommen. Die Leute waren auch sehr neugierig auf unseren Tag in der Suppenküche. Sie kannten die Situation, nichts zu haben und haben uns gefragt, was wir dabei gefühlt haben. Es war ein sehr eigenartiges Gefühl, daran zu denken, gar nichts mehr zu haben und auf Hilfe angewiesen zu sein. Als wir dann wieder gehen mussten, haben sich alle recht herzlich bei uns bedankt und wollten das wir wieder kommen. Es waren zwei sehr schöne und zum Nachdenken anregende Tage.

 

 

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